Ossarium CoverBeinhäuser der Schweiz

Beinhäuser, die Knochen zeigen, waren bis ins 19. Jh. fester Bestandteil der Bestattungskultur in den römisch-katholischen Regionen der Schweiz. Im Zuge des 19. Jhs. wurde diese Friedhofspraxis aber europaweit kritisiert; Ossarien wurden vielerorts von den Gebeinen geräumt, die Gebäude wurden abgerissen oder umgenutzt. 

Umso mehr überrascht es, dass gegenwärtig in der Schweiz noch rund 40 Ossarien, die Gebeine präsentieren, erhalten sind. In Graubünden, im Wallis und der Innerschweiz findet sich eine regionale Häufung dieser kulturhistorisch aufschlussreichen Gebäude.   

Das im April 2016 beim Pano-Verlag in Zürich veröffentlichte Buch geht der facettenreichen Geschichte der Schweizer Beinhäuser nach und fragt nach der Bedeutung dieser Kapellen in der Gegenwart. Die Publikation ist als Gespräch zwischen Dokumentarfotografie und kultur- sowie kunsthistorischen Texten konzipiert. Sie will, neben der Vermittlung von Informationen, bei den Lesenden auch das Interesse für Beinhäuser als wertvollen Aspekt der Schweizer Religionsgeschichte wecken.

 

Mit einem Gespräch mit Jean-Pierre Brunner (Pfarrer von Naters) sowie Gastbeiträgen von Melanie Eyer (Religionswissenschaftlerin), Paul Koudounaris (Kunsthistoriker und Totenkult-Experte) und Regula Odermatt-Bürgi (Kunsthistorikerin und Sepulkralkultur-Forscherin). 

 

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